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Die peptischen Magen- und Duodenalulkera gehören zu den organischen Krankheiten, bei denen der Einfluß seelischer Faktoren auch von der inneren Medizin mehr und mehr beobachtet und anerkannt wird. Von psychotherapeutischer Seite sind bisher in Deutschland nur wenig Erfahrungen mitgeteilt worden, die an einer größeren Zahl von Patienten überprüft wurden. Dagegen liegen aus den letzten 10 Jahren ausgezeichnete internistische Beobachtungen und Krankengeschichten vor, von denen ich vor der Mitteilung meiner eigenen Untersuchungsergebnisse nur drei herausgreifen möchte, um Sie in die gegenwärtige Lage der uns interessierenden Ulkusfragen einzuführen.
1942 veröffentlichte Berg aus der Heidelberger Klinik seine Kriegsbeobachtungen über „Charakteristische Wesenszüge magenkranker Soldaten“. Aus der Zahl von 800 Kranken, die Berg gesehen hat, teilt er 17 kurze Krankengeschichten mit und kommt zu folgenden allgemeinen Feststellungen, zu denen sich bereits früher v. Bergmann, Katsch, v. Weizsäcker und andere bekannten und die heute als fundierte Grundlage aller Ulkusfragen angesehen werden können:
Bei fast jedem Ulkuskranken mit Organbefund läßt sich die Bedeutung psychischer Einflüsse bei der Entstehung des Ulkus nachweisen.
Magenneurose, Gastritis und Ulkus haben fließende Übergänge und sind nicht zu trennen.
Labilität des vegetativen Nervensystems und des Charaktergefüges sind für Magenkranke charakteristisch.
Darüber hinaus glaubt Berg zwei Charaktertypen festgestellt zu haben, die allerdings allzu unspezifisch sind: Typ „A“ sei beherrscht, straff, ehrgeizig, leistungsfähig, gut in die Gemeinschaft eingegliedert, Typ „Z“ schlaff ohne Ehrgeiz, Typ des steten Versagens. Diese Einteilung kann uns wenig befriedigen, besonders da Berg hinzufügt, daß es zwischen Typ „A“ und „Z“ alle Übergangs- und Kombinationsformen gibt. Man könnte wohl alle Menschen nach dieser Einteilung einordnen, ein spezifisches Charakteristikum der Ulkus-Parsönlichkeit fehlt.
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