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Nicht geändert hat sich die Strukturiertheit des Menschen fester Gehalte. Das Symbol, in dem er sein Neusein modellhaft erlebt, atmet den alten Geist grundsätzlich abstrakten Wesens. Aber es ist keine leere Abstraktheit mehr, kein toter Intellekt, kein formalistischer Wille. Als Vertreter des Typus der festen Gehalte ist er beseelt durch die Innenwelt des Schönen. Es ist eine Individuation eingetreten. Die neue Verfassung der Person wird nicht in einem Symbol seiner ursprünglichen Kollektivwelt erlebt. Es hätte, von dieser her nahegelegen, daß für ihn als gläubigen Katholiken ein vorgegebenes kirchliches Symbol aufgetaucht wäre. Das geschieht nicht. Es ist vielmehr ein individuelles neugeschaffenes Symbol, das die assimilierte Schicht in ihrem Gefühlsgehalt in die seiner „festen“ Struktur gemäße Form faßt. Es ist aus ihm ein verlebendigter Vertreter des Typus der festen Gehalte geworden, ein Mensch von heiterer Gestimmtheit, der den seiner Aktivität entsprechenden Radius zu leben sich anschickt.
Durch Kretschmer ist der Terminus Schizothym für den Typus eingeführt, den wir hier beschrieben. Es muß an dieser Stelle auf die spätere umfassende Darstellung verwiesen werden, die auch die verschiedenen Typologien gegeneinander abhebt. Typenbildend scheint uns die körperlich faßbare Aufnahme- und Verarbeitungsform zu sein, wie sie Pfahler dargestellt hat. Nicht aber die Art des Gefühlsverlaufs (Kretschmer), auch nicht die Gerichtetheit der Energie der Libido (Jung), darum bevorzugen wir den Terminus der festen Gehalte.
Wir geben hier
Der Begriff des „Festen“ ist mißverständlich, denn es gibt „Feste“, die gar nicht gefestigt, sondern sehr labil sind. Der Begriff wird in zweierlei Bedeutung gebraucht, je nachdem, ob er einen psychologischen oder einen charakterologischen