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Es handelt sich um eine Zusammenstellung meist schon früher veröffentlichter Arbeiten.
Das Kind bildet sein Ich-Ideal so aus, daß es sich bewußt selbst verherrlicht. Dieses Ideal enthält kindliche Größenideen und introjizierte Forderungen der Eltern. Das Gewissen trägt so ein Janusgesicht. Im Über-Ich müßte das Ich-Ideal vom „Daimonion“ getrennt werden. Dieses Daimonion ist ein böser Geist, der im Innern wirkt. Dazu tritt noch ein Lebens- und ein Todesinstinkt. Das Ich-Ideal versuche einerseits, den Todesinstinkt, der das Ich bedroht, auf Objekte abzuleiten, die Furcht einflößen; andererseits werden die Objekte der Angst narzißtisch dem Ich einverleibt. Eine weitere Wurzel des Ich-Ideals ist der Versuch, eine fiktive Allmacht aufrecht zu erhalten, die aber ständig durch die Außenwelt erschüttert wird.
Die Konflikte zwischen dem Ich und dem Ideal-Ich führen zu Schuldgefühlen. Wo das Es etwas wünscht, protestiert das Über-Ich und bildet einen Abwehrmechanismus. Wenn das Über-Ich aber auch gegen diesen Abwehrmechanismus protestiert, so wird ein weiterer Verständigungsmechanismus nötig, der sich dann in neurotischen Symptomen ausspricht. So erhalte jedes neurotische Symptom eine dreifach gelagerte Struktur. Das wird am Beispiel der normalen und neurotischen Aggression erläutert.
Die normale Aggression gilt nur einem wirklichen Feind. Dabei finden sichkeine unbewußten Schuldgefühle. Der Grad der Aggression entspricht der Provokation mit dem Ziel, den Feind zu schädigen. Man wartet, bis man den Feind verwunden kann, läßt sich nicht leicht provozieren und hofft auf Erfolg. Dadabei fehle jedes infantile Element. Man hat das Gefühl, etwas unangenehmes, aber notwendiges zu tun, ohne masochistische oder sadistische Empfindungen.
Die neurotische Aggression wird hingegen ohne Unterschied da ausgelöst, wo infantile Mechanismen provoziert werden. Das sado-masochistische Element ist gewöhnlich unterdrückt, wird aber im Angriff deutlich. Es handelt sich nicht um einen wirklichen Feind,