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Die Methode des autogenen Trainings (a. T.) hat seit über 20 Jahren ihre vorzügliche Brauchbarkeit bewiesen, so daß das steigende Interesse in Ärztekreisen seit langem eine Neuauflage notwendig machte. Es ist an dieser Stelle eigentlich müßig, die Art des Verfahrens zu erläutern. Gleichsam als Tochterdisziplin des Hypnotismus ist es zu einer rein rationellen Übungsmethode ausgebaut worden, und „bedeutet eine Etablierung des Körpererlernens in statu nascendi, die spezielle Benutzung einer ubiquitären funktionellen Haltung“. — Die besonders anschauliche Darstellung des Verfahrens an Hand einer umfangreichen, sorgfältigen Kasuistik wird dem Übenden eine wertvolle Hilfe zum Verständnis, dem Erfahrenen wichtige Anhaltspunkte in verschiedensten Details geben. Wir begrüßen die Forderung des Autors, das Verfahren wie jedes andere dynamische Verfahren der modernen Psychotherapie zunächst als Übender selbst kennenzulernen. Die ausführliche Darstellung des praktischen Teiles wird durch eine ungewöhnlich vielseitige Diskussion der psychologischen Grundlagen ergänzt. Es ist manchmal erstaunlich, Autoren und Schulen, die sich sonst energisch voneinander distanzieren, zusammen in den Dienst einer Theoriebildung des a. T. gestellt zu sehen. Es gibt vielleicht kein schöneres Beispiel als dieses, wie sehr die „dynamische Ganzheitserfassung in der Medizin“ noch Auftrag ist, und die Vielzahl der Namen bestenfalls für „die Fülle der Gesichte“ steht.