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Behandelt werden die Religionen der Inder, Perser, Griechen, Römer, Germanen, Babylonier, Assyrer, Israeliten, Ägypter, Chinesen, Japaner als Volksreligionen und im folgenden Abschnitt als Universalreligionen: Jainismus, Buddhismus, Mysterienkulte, Christentum, Islam. Bei diesem riesigen Stoff auf begrenztem Raum jeweils in die Tiefe zu gehen — diese ungeheure Aufgabe greift Verfasser mit größtem Geschick an. Daß im Einzelnen Wünschbarkeiten bleiben ist selbstverständlich. Doch sind die Literaturangaben so umfassend, daß der Interessierte durch sie Zugang zu Spezialfragen finden kann.
Im Einzelnen sei auf folgendes hingewiesen. Verfasser schreibt (Seite 178f.): „Der Urbuddhismus war eine ausgesprochen abstrakte, rein geistige Lehre … Es konnte nicht ausbleiben, daß wesentliche Tendenzen aus unerfüllt gebliebenen religiösen Bedürfnissen sich auch im Buddhismus dahin geltend machen würden, daß die Andacht ein göttliches Objekt erhielt, daß die kühle Abstraktion in warme Gemütserhebung gewandelt und das eigene Bemühen entscheidend von einer Heilandgottheit helfend unterstützt würde. Das geschah in der Tat durch Lehrer, die einige Jahrhunderte nach Buddha auftraten und verkündeten, daß Buddha mehr gewesen sei als ein Mensch.“ „… der historische Buddha erscheint (dadurch) als göttliches Wesen mit ausgesprochen mythologisierter Lebenserscheinung.“
Wirft man nun gegenüber oder in Ergänzung der Darstellung, die Mensching vom Christentum gibt, die Frage auf, die nach seinen Ausführungen über den Buddhismus naheliegen könnte, wie es in entsprechender Hinsicht mit der dem Europäer näherstehenden Gestalt Jesu, der ja auch nach der Kirchenlehre „wahrer Mensch“ war, und mit der christlichen Religion, nach welcher er Kyrios, Christos, Logos, Erstgeborener der Schöpfung