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Die Härte der Existenz führt den Menschen zum Gefühl der Lebensschalheit, zum Lebensgrausen, sie zeigt ihm Abgrund und Tiefe des Lebens. Wird der Lebensunsinn allzusehr in den Vordergrund gestellt, so kann die Erfassung des gesamten Seins und des Lebenssinnes „am widerwilligen Verfehlen der Sinnerfassung des Lebens“ scheitern. Der Lebenssinn ergibt sich uns aus dem Christentum. Zu dessen wahrer, lebendiger Erfassung gehören Demut, Sichbeugen vor Gott, als „dem Ursinn und dem Spender des Allseins“, und Liebe „in hingebender Hinneigung zu seiner Sinnoffenbarung“. Man kann das Leben aber auch verspielen, man kann sich vergessen, sich „aus Widerwillen und Selbstherrlichkeit verlieren“, dann wird das Leben verflachen. Das Leben kann schließlich auch als Opfer aufgefaßt werden. „Wer das Leben so hingibt, erlangt es als Ganzes.“ Der Mensch begreift die Vergänglichkeit des Daseins nur als Halbsein. Erst aus der Ewigkeitsbestimmtheit heraus wird das vergängliche Sein zeitlos, überzeitlich und bedeutsam.
In einem besonderen Kapitel über Sein und Nichtsein befaßt sich der Verfasser mit den verschiedenen Existenzphilosophien von Parmenides bis zu Sartre, wobei die Abrechnung mit den rein positivistisch gerichteten Existentialisten