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In dem vorliegenden Buch stellt Frankl seine Existenzanalyse der Psychoanalyse Freuds, Adlers und Jungs gegenüber. In ihr wird das Ich des Menschen als geistiges Zentrum begriffen, um das das Psychophysikum gelagert ist. Dieses Ich mit seinem Psychophysikum umfaßt alle Stufen des Bewußtseins, vom Unbewußten über das Vorbewußte zum Bewußten. Aufgabe und Sinn des Menschen ist seine Verantwortlichkeit zur Freiheit und sein Bestehen vor der Transzendenz. Das Phänomen des Gewissens ist für Frankl Kriterium und Aussage der Transzendenz und wurzelt im Unbewußten. Seine Existenzanalyse will dem Menschen seinen (eventuell) verdrängten geistigein Wesenskern ins Bewußtsein rufen und ihm zu einer geistigen, seiner Bestimmung gemäßen Entscheidung verhelfen. Im Gange der Analyse glaubt Frankl in den Träumen seiner Patienten sehr oft religiöse Inhalte zu finden. Letztere Tatsache und das Phänomen des Gewissens nimmt