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Es ist zu begrüßen, daß ein Arzt mit philosophischer Bildung eine so sorgfältig durchdachte und die Probleme scharf erfassende Stellungnahme zu „metaphysischen“ Fragen bringt, die die Psychoanalyse nahelegt (denn das ist der wesentliche Inhalt des Buches). An das Fehlen einer „metaphysischen“ Komponente in der Psychoanalyse knüpft der Verfasser seine Kritik an. Insbesondere liegt ihm daran, die Eigengesetzlichkeit des Geistigen sichtbar zu machen; dabei beschränkt er sich fast ausschließlich auf das Gebiet des Ethischen, wie ja die Bedeutung der moralischen Faktoren in den durch die Psychoanalyse aufgedeckten Zusammenhängen im Vordergrund steht. Die Sonderstellung des Geistes kommt bei der psychologisch-genetischen Betrachtungsart, wie sie der Psychoanalyse eigen ist, nicht zu ihrem Recht. Es ist unmöglich, die sittlichen Phänomene restlos aus der Gesetzlichkeit der Triebe herzuleiten. Die sittlichen Prinzipien weisen auf die Autonomie der Person hin. Ein besonderes Kapitel über die Willensfreiheit ist in dieser Auflage neu eingeschaltet. Bei der Erörterung der berühmten Antinomie Notwendigkeit—Freiheit betont Matussek in sorgfältiger Abwägung aller Argumente die ethische Notwendigkeitder