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Es wird hier nicht nur eine Kurztherapie empfohlen, sondern eine persönliche Auffassung der psychotherapeutischen Verfahren überhaupt dargeboten. Die gute Belesenheit in der Materie und die lebendige klinische Erfahrung, die aus dem Buch spricht, sichert dem Autor von vornherein Interesse.
Nach einer kurzen Darstellung, wie sich die Freud schen Behandlungsweisen vom „primitiven, aber sehr verantwortungsfreudigen, kathartischen Verfahren“ zu den späteren differenzierten Behandlungsweisen ausdehnten, kommt der Verfasser zu einer durchaus negativen Wertung der Übertragung, wodurch letztlich seine ganze therapeutische Haltung bestimmt wird. Das unfruchtbare Beharren des Patienten in der Übertragung, die „Übertragungsneurose“ bringe die Behandlung zum Stagnieren. Das „Erscheinen des Übertragungsphänomens werde oft als Grund für das endgültige Scheitern der Analyse angegeben“, es werde deshalb „von den meisten Anhängern der Standardmethode tunlichst vermieden“. Auch der Freudsehe Standpunkt, daß die Neurose in der Phase der frühkindlichen Bildsamkeit ihren Grund habe, wird abgelehnt, die Ursache der Neurose liege „in der Mehrzahl der Fälle nicht in der frühesten Vergangenheit, sondern in der jüngeren Gegenwart“. Der Verfasser nennt daher Übertragung nicht nur die Projektion frühkindlicher Beziehungspersonen auf den Therapeuten, sondern eigentlich jede unbewußte Verwechslung von Personen überhaupt. — In der Absicht, die psychotherapeutische Behandlung nach Möglichkeit abzukürzen, fordert der Verfasser einen „Heilplan am Anfang der Behandlung, der die Behandlungsdauer und Heilungsaussichten im Beginn der Behandlung als richtungweisende Faktoren berücksichtigt“. So wird auch die Übertragung nach Möglichkeit „sabotiert“, nicht geduldet und möglichst früh aufgedeckt. Erstrebt wird aber ein „gefühlshaft gesicherter Kontakt zwischen Arzt und Patient“, in dessen Schutz der Patient der Gegenwart konfrontiert wird. Bei der Durchsprechung seiner neurotischen Reaktionen wird höchstens