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Unter dem „unbedingten Menschen“ versteht Frankl den Menschen, „der unter allen Bedingungen zu seinem Menschsein steht“ beziehungsweise „unter den Bedingungen seines Menschsein stehend, steht der unbedingte Mensch trotzdem zu seinem Menschsein“. Dem Verhältnis des „Unbedingten“ im Menschen zum „Bedingten“ sind die „metaklinischen Vorlesungen“ des Autors gewidmet, wobei das Unbedingte die geistige Person schlechthin ist, die „Trotzmacht des Geistes“. Das Bedingte dagegen ist die Umwelt des Menschen, sein „Psychophysikum“, das heißt Leib-Seele, deren Beziehung zueinander parallelistisch aufgefaßt wird und die in Antagonismus zur geistigen Person stehen. In mehreren Kapiteln erörtert der Autor, von dieser Position ausgehend, eine große Anzahl grundlegender, ja letzter Fragen, wie etwa: das Verhältnis Geist/Natur, die Rolle und Aufgabe der Psychotherapie, das Problem der Hirnpathologie, die Vererbung, das Verhältnis Idealismus/Realismus, die Stellung des Spiritismus innerhalb der Naturwissenschaft, das Problem der Unsterblichkeit und der Willensfreiheit. Diese