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Die Zuordnung der Leistungen der Tiere an die entsprechenden Gehirnzonen vollzieht Fischel nach dem Prinzip, daß „die Hirnteile, die nur der jeweils höheren Tiergruppe zukommen, … die Träger derjenigen Funktionen sein“ müssen, „die den Leistungen der überlegenen Tiere zugrunde liegen“, Jedoch muß, wenn überhaupt homologen Hirnteilen gleiche Funktionen zukommen, „das Auftreten neuer Teile im Laufe der Stammesgeschichte der Tiere die Vorgänge in den vorhandenen beeinflussen“. Berücksichtigt werden nur das Vorder- und Zwischenhirn, da sich die höheren seelischen Regungen und Leistungen auf deren Funktionen „zurückführen lassen“. So knüpft Fischel die Assoziationsstiftung zwischen Wahrnehmung und Affekt an die Funktion des Zwischenhirns, die erlernten Verhaltensformen (Steuerung der motorischen Rahmenkoordination) an diejenige der Basalganglien. (Da Fischel noch glaubt, elektrische Reizversuche am Gehirn würden nur Zuckungen bewirken, sei angemerkt, daß W. R. Hess durch solche Dienzephalonreizungea geordnete Bewegungen auszulösen vermochte.) Am eingehendsten schildert der Verfasser „das Zusammenwirken von Cortex und Basalganglion bei den Landwirbeltieren“, dessen Verschiedenheit bei Reptilien, Vögeln, Säugetieren und Affen je an Hand der Diskussion konkreter Experimente herausgearbeitet wird. Nur den Affen eignet „Einsicht“ als „die Fähigkeit zu vorbedingter Entscheidung zwischen Handlungsmöglichkeiten“. Die beigegebenen zahlreichen schematisierten Zeichnungen veranschaulichen gut die Erörterungen. Zwei kürzere Abschnitte über die Schichtentheorie der psychischen Leistung und über die nicht lokalisierbaren, weil durch das Zusammenwirken verschiedener Funktionen bedingten Leistungen des Gehirns (Intelligenz, höhere Charaktereigenschaften, Geist) beenden das Büchlein. Ich muß gestehen, daß es mir bei dessen Lektüre nicht ganz wohl war; und zwar — von gelegentlichen mißverständlichen und zu wenig differenzierenden Formulierungen abgesehen (zum Beispiel auf Seite 47 die Wen