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Fünf bedeutende Vertreter ihres Faches, Helmut Hönl (theoretische Physik), Otto Köhler (Zoologie), Franz Bächner (Pathologie und experimentelle Biologie), Wilhelm Szilasi (Philosophie) und Bernhard Welte (Theologie) wollen in diesen Vorträgen eine grundsätzliche Besinnung auf solche Fragen zum Ausdruck bringen, „die ein fragendes Hinüberschreiten des Fachwissenschaftlers in die Philosophie und ein entgegnendes Antworten des Philosophen notwendig machen“. Dabei werden auch „zueinander in fruchtbarer Spannung stehende Auffassungen … frei nebeneinandergestellt“.
1) Hönl („Notwendigkeit und Plan im Kosmos“) weist auf den Gegensatz hin, der seit den Griechen durch die Ideengeschichte des Abendlandes geht, zwischen kausal-mechanistischem undplanmäßigem Denken, zwischen Demokrit und Platon, Galilei und Kepler. Besonders unter dem Einfluß Newtons trat in der Neuzeit das kausal-mechanistische Denken im Bereich der Physik ganz in den Vordergrund (unerachtet der Gegenkräfte wie Leibniz und Goethe). Heute aber denkt die Physik wieder in der Kategorie des Planes, der Gefügestruktur der Welt. So verhält es sich bei den Vorgängen des elektromagnetischen Feldes und der Lichtausbreitung, wo die mechanistischen Erklärungsversuche verworren und widerspruchsvoll sind. Ferner bei der Relativitätstheorie: hier wird zum ersten Male im konkreten Vollzug in einer nie vorausgesehenen Weise die strukturelle Verfassung des Ganzen als Raum und Zeit gedacht. Die neue Gravitationstheorie ist selbst unmittelbarer Ausdruck des planmäßig strukturellen Zusammenhangs des Ganzen. Die Elementarteilchen (Proton, Elektron) sind als ideelle Einheiten in diesem Zusammenhang „gesetzt“, und diese Gesetztheit hat eine transzendentale Bedeutung. Es ist in der Physik die transzendentale Funktion des Mathematischen, daß wir bei Deutung der Elementarvorgänge nicht im Bodenlosen versinken (die Physik ist der mathematische Entwurf der Natur). Die moderne Atomphysik denkt Keplers platonischen Gedanken der Harmonie auf