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In drei Aufsätzen macht der Verfasser den Versuch, zur Krise der Medizin, die nur ein Teil der Krise unseres Weltbildes ist, einen Beitrag zu liefern, der nicht negative Kritik sein, sondern die Möglichkeit einer Lösung zeigen will. In einem Überblick der Geschichte der Medizin wird deutlich, wie nach der Ablösung der Humoralpathologie durch die Zellularpathologie, durch den Einzug des materialistisch mechanischen Denkens in das ärztliche Tun, sich die Fülle menschlichen Daseins in eine erschreckende Öde biologischer und seelischer Funktionen verwandelt hat. Auch die Ärzte der Vorwissenschaftlichen Schule konnten heilen, und er ziehteinen Vergleich zur Politik mit ihrer Überschätzung der Leistung eigener Zeitgenossen, wobei er jedoch die Erfolge der naturwissenschaftlichen Forschung um die Jahrhundertwende nicht übersehen will. Die Verschiebung des Interesses an dem, was des Forschens wert ist, kennzeichnet den Unterschied heutiger und früherer ärztlicher Forschungsarbeit und ist bedingt durch den Eintritt naturwissenschaftlichen Denkens in den ärztlichen Bereich. Wenn das Experiment im Laboratorium zu wichtig genommen wird, besteht die Gefahr der Übertragung erfolgreicher Methoden, die sich mit dem Stoff beschäftigen, auf das Lebendige. Das Heilen als Kunst wird ersetzt durch erkennende Forschung. Heute werden zahlreiche Anzeichen bemerkbar, daß man durch das Weitertreiben naturwissenschaftlicher Forschung wieder neu zu Ganzheitsauffassungen der Natur kommt, ein Ergebnis, das im Beginn dieser Methode gar nicht in ihrem Sinn gelegen hat. Nicht die Bedeutung naturwissenschaftlichen Denkens ist anzugreifen, sondern seine Grenzen sind zu erkennen, und es geht nicht, dem praktischen Arzt die letzte Stelle zuzuweisen, in einer Stufenleiter, auf der der Wissenschaftler die erste einnimmt. Der Grundsatz der Kausalität ist heute im Prinzip erschüttert, das Wissen um Teilfunktionen bringt nicht das Verstehen um ihr Verhältnis zum Ganzen unbedingt mit sich. Das theoretische I