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Verfasser setzte Versuchspersonen in tiefster Hypnose stärksten Angstempfindungen aus. Blutabnahmen erfolgten vor und in gewissen Zeitabständen nach der Hypnose sowie auf dem Höhepunkt des Affektes.
Zum Verständnis der Versuchsergebnisse wurde in der Arbeit das Ausgangswertgesetz von Wilder erwähnt, welches aussagt, daß, je stärker der Erregungszustand der vegetativen Nerven und der Tätigkeitsgrad des entsprechenden Organs sind, desto geringer die Ansprechbarkeit für fördernde und desto stärker für hemmende Beize ist.
Eindeutige Veränderungen wurden bei den Leukozytenwerten festgestellt, die bei niedrigen Ausgangswerten erheblich anstiegen, bei hohen Ausgangswerten dagegen erheblich absanken. Entsprechende Beobachtungen wurden beim Verhalten des Calcium-, Magnesium- u. Phosphorspiegels gemacht. Weniger klar fand sich die Gesetzmäßigkeit beim Jod- und Kaliumspiegel, wenn auch hier — ebenso wie beim Gesamtphosphor- und Cholesterinspiegel — außerordentlich hohe Schwankungen durch die Affekteinwirkung erzielbar waren. Während ein normaler Bilirubinspiegel durch hypnotisch gesetzte Affekte unbeeinflußbar blieb, kam es zu um so höheren Anstiegen, je höher bereits der Ausgangswert war, das heißt also bei latenten Leberschädigungen. Erythrocyten, Thrombocyten und Differentialblutbild ließen sich durch die gleiche Versuchsanordnung nur geringgradig beeinflussen. Typisch für alle Reaktionen war ihr Auftreten nicht gleichzeitig mit dem Affekthöhepunkt, sondern immer erst 10 bis 15 Minuten später. Unbeeinflußt blieben die Blutsenkung, die Blutungs- und Gerinnungszeit, die Reticulocytenzahl, die Erythrocyten-resistenz und der Eisen- und Kupferspiegel. Im Gegensatz zu den unterschiedlichen Wirkungen von Angst und