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Die amerikanische Psychiatrie hat die rein biologische Orientierung längst aufgegeben und beschäftigt sich in steigendem Maße mit der emotionellen Umwelt der Patienten. Man hat sich völlig vom klassifikatorischen System Kräpelins abgewandt und ist zu einem gänzlich anderen diagnostischen Gebrauch gekommen. Somatische Behandlungen werden angewandt, biochemische und physiologische Forschungen nehmen ihren Fortgang, aber „es ist eine wachsende Überzeugung, daß, was immer man auch entdecken möge, nichts den sich mehr und mehr festigenden Tatbestand ändern könne, daß Abnormalitäten der Persönlichkeit in einem emotionell abnormen Milieu zur Entwicklung gelangen“. Dementsprechend nimmt die tiefenpsychologische Forschung und Therapie eine entscheidende Stellung in der amerikanischen Psychiatrie ein.