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In dem Aufsatz „Die Wirkungsmechanismen der psychoanalytischen Therapie“ unternimmt der Verfasser den schwierigen Versuch, in gedrängtester Form das weitschichtige und in vollem Fluß der Forschung und Diskussion befindliche Thema der heilenden Faktoren, die in der psychoanalytischen Therapie wirksam sind, darzustellen, und zwar tut er dies in einem ärztlichen Fachblatt. So groß nun auch das Interesse neuerdings geworden ist, das die Schulmedizin den Fragen der analytischen Psychotherapie entgegenbringt, so muß man doch feststellen, daß ein eingehendereis Orientiertsein im allgemeinen noch nicht zu finden ist. Das erschwert die Aufgabe ums doppelte. Der Verfasser beschränkt sich wohl deshalb auf eine theoretische Beschreibung der „Wirkungsmechanismen“, wie er es nennt, wobei der Ausdruck „Mechanismen“ eine Metapher bedeutet, wie die Worte „Analyse“, „Synthese“ usw. auch. Die Darstellung lehnt sich eng an Freuds Auffassungen an, so wie sie uns als „klassisch“ bekannt geworden sind. Der Verfasser führt einige spätere deutsche Vertreter der Psychoanalyse an, wie Schultz-Hencke, E. Schneider, Müller-Braunschweig usw., die wesentliche Ergänzungen lieferten. Der Aufsatz verzichtet auf alle kritischen Auseinandersetzungen und bemüht sich um eine sachliche Beschreibung, die man angesichts der erwähnten großen Schwierigkeiten als gelungen bezeichnen dürfte.