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Der Verfasser weist in seiner Arbeit auf die Bedeutung von Sprache und Ausdruck in der psychotherapeutischen Behandlung hin. Der Psychotherapeut bediene sich zur Gestaltung des Seelischen des gefährlichsten aller Behelfe, nämlich des Wortes (Bumke). Die erste Begegnung von Arzt und Patient sei entscheidend. In ihr müsse der Arzt diesem in seiner Sprache begegnen, die Diskussion müsse im „Denkdialekt“ des Kranken erfolgen. Das Verhalten des Patienten in Gestik, Mimik und Haltung ist dabei zu erfassen, um im Rahmen einer universalistischen Therapie ausgewertet zu werden. Eine kleine, dem Niveau und der Struktur des Patienten angepaßte Neurosenlehre soll ihm das Wesen seiner Krankheit zur Evidenz erheben, ihn zumindest beunruhigen und nachdenklich machen. Dabei muß der Therapeut aber die Gabe des geduldigen Zuhörens haben, um sich erst der „Stimmung“ des Patienten anzupassen, ehe er die „Führung“ übernehmen kann.
In der ersten Zeit der Behandlung bediene sich der Arzt zunächst der Bildersprache, da diese als Ausdruck des kollektiven Unbewußten, an dem jeder teil hat, allgemein verstanden wird. Die Traumanalyse sei möglichst frühzeitig in die Therapie einzubauen, weil sich hier die Vorteile der Bildersprache mit einem schnellen Zugang zum persönlichen Unbewußten verbinden lassen. Weitere sprachliche Ausdrucksformen zur Förderung der Behandlung seien Gleichnisse und Sentenzen, letztere im Sinne Coués als Merksätze gebraucht. Zur Förderung der Übertragung ließen sich Ausdruck und Sprache reziprok gebrauchen. Unter Betonung der sprachlichen Distanz durch die korrekte Anrede des „Sie“ könne man dem Patienten in Gesamtverhalten und Ausdruck näherkommen und den Kontakt fördern. Die langsam gesteigerte Zurücknahme des Ausdrucksverhaltens unter gleichzeitiger Auflockerung der sprachlichen Distanz sei Hilfsmittel zur Lösung der Übertragung. Sie wird von der Persönlichkeit des Therapeuten auf die Sachlichkeit der Diskussion gelenkt.