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Dem praktischen Arzt, der selbst nicht psychotherapiert, erwächst in steigendem Maße der Wunsch und die Forderung, sich mit tiefenpsychologischen Fragen vertraut zu machen. Im Wesen der Psychologie und in ihrer historischen Entwicklung liegt der Grund, daß es kein Buch gibt, in dem der Leser allgemeingültige Antworten „von übergeordnetem Standpunkt her“ findet. Es gibt kein Standardwerk, aus dem man sich objektive Kenntnisse anlernen kann. Die Eigenart seelischer Dynamik macht es notwendig, sich mit einer anderen Denkweise vertraut zu machen, die sich von unserem objektiven, mechanistischen Denken unterscheidet, darum aber doch nicht unwissenschaftlich ist. Der einzelne wird suchen müssen, welchem Autor und welcher Schule er sich anvertraut, um in das Gebiet psychologischer und psychotherapeutischer Fragen einzudringen, und jeder wird sainen Weg finden, auf dem er sich allmählich Überblick verschafft über die Fülle der verschiedenen Gesichtspunkte und Ergebnisse. „Mir wird, was mir werden soll, wenn ich dazu reif bin“, ist das Leitmotiv des Verfassers bei seinen eigenen Studien gewesen. — Den Schluß der gelungenen und lesenswerten Darstellung bildet ein Bericht über einen kleinen Stotterer.