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Ein ausgezeichnetes Buch, sprachlich u. inhaltlich. Der Verfasser knüpft engstens an Freud an, ohne in den Punkten Kritik zu vermeiden, die tatsächlich,
nun nach einem halben Jahrhundert, überholtsind. Eine verbindliche, versöhnliche Stimmung geht von diesem Buch aus. Es ist aus wohlwollender Distanz geschrieben, man weiß nicht recht, ob von einem Mann, der überwiegend selbst Psychotherapie treibt, oder von einem Psychologen, der als Wissenschaftler urteilt und sich ausgezeichnet orientiert hat. Verfasser ist Privatdozent für Psychologie in Graz. So ist das Buch nicht eigentlich therapeutisch zentriert. Aber was da gesagt wird, zeigt überall Fülle und Präzision der Vorstellungen vom Gegenstand. Es kann nicht Aufgabe sein, sich im einzelnen etwa kritisch zu äußern. Im 1. Teil wird die Dynamik und Entwicklung der Persönlichkeit entwickelt, im 2. Teil das Thema: Lebenskonflikte, im 3. Teil die psychische Heilung. In ausgedehnten Anmerkungen und Zusätzen folgen eine Fülle von Hinweisen auf Belege, auf die Arbeiten anderer, auf Bezüge zur Psychologie sonst.