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In ausgezeichneter, vielfach phänomenologischer Betrachtungsweise werden die Voraussetzungen und das Wesen der Suggestion dargestellt. Verfasser unterzieht die Arbeiten älterer und neuerer Autoren (zum Beispiel Herzberg, Straus, Stokvis) einer eingehenden Kritik und kommt selbst zu dem Ergebnis, daß die Suggestion eine Übermittlung oder Darbietung von Bewußtseinsinhalten ist. Ihre Aneignung erfolgt durch zustimmende Annahme (im Fall der negativen Suggestion werden sie abgewiesen), wobei die Motive dieser Zustimmung (oder Abweisung) nicht in den Inhalten liegen, sondern in der Weise ihrer Übermittlung; nämlich in den Ausdrucks-qualitäten der suggerierenden Person. Begriffe wie Hörigkeit, Imitation, reaktiv mechanisches Verhalten werden scharf von der Suggestion getrennt. Dem Wort kommt als naturgegebenem Träger von Bedeutungsgehalten eine wichtige Rolle zu.
Die Dynamik des suggestiven Impulses stammt aus der Vitalität des Suggestors, die er „echt“ zum Ausdruck bringen muß, damit seine Ausdrucks-qualitäten bei der suggestiblen Person „zünden“ können. Dann treffen diese nämlich in die Vitalsphäre der suggestiblen Person, die eine affektive Voreingenommenheit für die Ausdrucks-qualitäten des Suggestors hat. Dadurch erhalten die übermittelten Bedeutungsgehalte ein vitales Interesse, sie sind „für mich“.
Voraussetzungen, Eintreten und Vollzug der Suggestion sind bei der Fremdsuggestion und der Autosuggestion gleich. An die Stelle des Suggestors tritt bei der Autosuggestion das „vitale Interesse“.
In einem weiteren Abschnitt werden Probleme der Massensuggestion behandelt. Aktive und passive Suggestibilität der Masse, die Rolle des Einzelnen in der Masse, Ideen als Motive und Impulse der Massensuggestion; wobei auch hier für das Zustandekommen der Suggestion der „Stoß in die Vitalsphäre“ des Einzelnen in der Masse oder der Masse insgesamt von ausschlaggebender Bedeutung ist.
Jeder für das Gebiet der Suggestion Interessierte wird diese Arbeit der sorgfältigen Klärung der Begriff