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Der Verfasser gibt im Anschluß an einen Überblick über die historische Entwicklung der Hypnosetherapie einen sehr optimistisch gefärbten Bericht über die Möglichkeiten der Beeinflussung körperlicher und seelischer Krank-heitssymptome
durch hypnotische Behandlung.
Das wirksame Prinzip suggestiver Behandlung wird darin gesehen, daß neue Vorstellungen in das Unbewußte eingepflanzt und dadurch schädigende unbewußte Vorstellungen unwirksam gemacht werden.
Gänzlich verfehlt erscheinen die Angriffe des Verfassers gegen die Psychoanalyse. Jeder analytisch arbeitende Arzt weiß, daß die intellektuelle Verarbeitung und Bewußtmachung verdrängter Inhalte den kranken Menschen noch nicht heilt, und wenn der Verfasser als Ziel der analytischen Arbeit eine „dürftige Rationalisierung“ annimmt, zeigt er damit, daß ihm Methode und Sinn der analytischen Therapie fremd geblieben sind.
Die Anerkennungsschreiben von geheilten Patienten, die einen breiten Raum einnehmen, wirken in einem wissenschaftlichen Werk befremdend. Der psychotherapeutisch arbeitende Arzt kennt die Möglichkeiten und Grenzen der Hypnosebehandlung, und für den Laien wird die Hypnose immer den Charakter des Magischen behalten — trotz der Versuche, sie naturwissenschaftlich zu erklären.