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Nach Darstellung der Hauptcharakteristika organischer Wesensveränderung, je nach Lokalisation des Herdes und der je verschiedenen Verarbeitung der Wesensveränderung (letzteres abhängig 1. von der prämorbiden Persönlichkeitsstruktur und 2. von der Lokalisation der Schädigung), geht Verfasser auf die Frage der Neurose bei Hirnverletztenein. Durch die organische Schädigung neigen Hirnverletzte eher zu neurotischen Reaktionen, da sie die Anpassung an das Leben aus verschiedenen Gründen nicht mehr mit der Spannkraft des Gesunden leisten können. Neurosen im Gefolge von Hirnverletzungen, und darauf wird besonders hingewiesen, seien gutachtlich in einen ursächlichen Zusammenhang mit der Verletzung zu bringen. Es sei pharisäisch, einen Zusammenhang abzulehnen, man müsse den Neurosen Hirnverletzter Krankheitswertzubilligen und könne diese nicht durch eine Kraftmeierauffassung vom Menschen bagatellisieren. Das soziale Problem wird besonders betont und damit deutlich gesagt, daß das Hauptgewicht in der Prophylaxe (soziale Maßnahmen, Arbeitsvermittlung und Arbeitsschutz) liegen sollte. Dadurch sei am ehesten eine Neurotisierung zu verhindern beziehungsweise wieder abzubauen.