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Durch klare Begriffsbildung will Verfasser die Voraussetzung für eine klare diagnostische und therapeutische Vorstellung schaffen. Ausgehend von einem Gerüst, einem Schema der verschiedenen Lebenserscheinungen wird zwischen Reflex und Antwort unterschieden, die beide in einem Ordnungsschema unter reaktivem Geschehen subsumiertwerden. Die Reaktion kann sein:
Antwortartig, ausgelöst durch Frage beziehungsweise Aufgabe, 2. Reflexartig, ausgelöst durch physischen oder psychischen Reiz.
Das spontane Lebensgeschehen wird in diesem Zusammenhang nicht erörtert. Die Unterscheidung Antwort-Reflex, die notwendig die Polarität: Entscheidung, beziehungsweise Verantwortung, und Determination in sich schließt, gibt die Möglichkeit zu untersuchen, unter welchen Bedingungen eine vollgültige Lösung, eine antwortartige Reaktion unmöglich ist. Die These: „Ist eine Reaktion nicht in Form einer Beantwortung möglich, so tritt sie als reflexartiges Geschehen in Erscheinung“ wird abgeleitet aus der Erfahrung der Neurologie, aus der Tatsache, daß phylogenetisch ältere, primitivere Reflexabläufe bei Störung der Oberinstanz einspringen. Es werden dann verschiedene Situationen erwähnt, in denen adäquate Antworten ausfallen und psychogene Reaktionen auftreten können, zum Beispiel reflexartige Reaktionen bei unerwartetem Insult, Schreck bei Unüberschaubarkeit der Aufgabe. Zusammenfassend: „Dann sind psychogene Reaktionen bei Menschen zu erwarten, wenn die affektive Affizierbarkeit durch das Erlebnis einer Lebensforderung in einem Mißverhältnis steht zu der Möglichkeit der Beantwortung der damit gestellten Lebensfrage.“ Die in der Neurosen-Literatur meist dargestellte Art psychogener Reaktionen entstehe infolge affektiver Vernebelung der Aufgabe