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Der Verfasser hat bei jahrelanger Anwendung der Hypnose zu therapeutischen Zwecken Synästhesien festgestellt und zwar dergestalt, daß auf akustische Reize optische subjektive Wahrnehmungen auftraten. Schon bei einfachen akustischen Empfindungen, die plötzlich einwirkten, wie Kreischen einer Türglocke, Läuten des Telefons oder einer Kirchenglocke, wurde ihm die starke Wirkung auf die sich im Zustand der Hypnose befindenden Menschen als eine „dynamische Aktivierung des Unbewußten“ deutlich. Spontan auftretende Musikträume seiner Patienten, die ihm für die Psychologie des Musikerlebnisses sehr aufschlußreich schienen, regten ihn dazu an, die Musikeinwirkung in der Hypnose experimentell zu studieren. Diese Versuche — von denen er zwei ausführlich behandelt — geben einen Begriff von den Möglichkeiten, die in einer so angewandten Musiktherapie liegen. Im Gegensatz zu Pontvik (Grundgedanken zur psychischen Heilwirkung der Musik, Zürich 1948), der von der Archetypenlehre C. G. Jungs ausgehend in der Bachschen Musik eine „zentrale Quelle therapeutischer Musik im Sinn einer symbolischen Darstellung archetypischer Inhalte als ordnende Prinzipien“ findet und die Heilwirkung in der „sachlichen Darstellung der gesetzmäßigen Struktur des Werkes an sich“ sieht und deshalb auch die Nichtanwendung aller „in der Welt des Zuhörers persönliche Assoziationen“ wachrufenden Musik fordert, liegt für den Verfasser die therapeutische Wirkung der Musik gerade in „der Aktivierung des Unbewußten zu sinnvollen und sehr oft tiefschürfenden Phantasien mit Dramatisierung des heilenden Prinzips der Psyche, nebst der Aktivierung von ebenso therapeutisch sich auswirkender Affektdynamik“. Ohne den unermeßlichen Wert der Bachschen Musik schmälern zu wollen, zeigt der Verfasser