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Das paradoxe Elternbild (das heißt die zu strenge Mutter und der zu milde Vater) ist die Ursache einer Reihe von Lebensschwierigkeiten, wie sie bei Menschen auftreten, die in einem solchen Familienumfeld aufgewachsen sind. Führung einerseits, Geborgenheit andererseits, „physiologischerweise“ repräsentiert durch den Vater beziehungsweise die Mutter, sind zwar auch in dieser Konstellation vorhanden, aber jeweils auf der falschen Seite. Als Fehlhaltung resultieren daraus unter anderem für den Sohn Kontaktschwäche aus Insuffizienzgefühlen, die durch die zu strenge Mutter gesetzt wurden, Vereinsamungsgefühle und Schwierigkeiten in der Haltung gegenüber dem weiblichen Geschlecht. Auch Homosexualität kann in extremen Fällen so entstehen. Der Verfasser hält es für selbstverständlich, „daß für die Frage, wie weit die vorgenannten Folgen eintreten, die Anlage überaus wichtig sei“.
Bei der Tochter beobachtete er Kontaktschwäche gegenüber dem Manne oder Wahl eines Partners, der ihr die Imitation der elterlichen Ehe gestattet. Hemmungsbilder wie Vertrotzung „im Wege der allemal einen krampfhaften Ausweg darstellenden Überkompensation eines infantilen Minderwertigkeitsgefühls“ und die Formen der Zwangskrankheit (wie Verfasser mit G. Störring anstelle von Zwangsneurose sagt) werden in dieser elterlichen Umwelt geboren.
Es wäre interessant zu untersuchen, wie weit diese Fehlhaltung der Kinder auf Fehlidentifizierungen beziehungsweise auf der Unfähigkeit beruhen, bei so negativen Schlüsselfiguren überhaupt zu gelungenen Identifizierungen zu kommen.