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Der Verfasser steht auf dem Standpunkt, daß jedes Kind von drei Jahren an seine eigenen inneren Schwierigkeiten und Wünsche in Worten formulieren kann und daß sich Spieltherapie und Projektionsteste daher erübrigen. Die Richtlinien der Unterhaltung umfassen:
Die Untersuchung der zwischenmenschlichen Beziehungen (Haltung gegenüber Familienangehörigen, Spielkameraden, Lehrern und anderen Autoritätspersonen, gegenüber dem explorierenden Arzt und schließlich die Haltung zu sich selbst, die sich als Überlegenheits-, Unterlegenheitsgefühl oder Gefühl der Zurücksetzung äußern könne).
Untersuchung des Unbewußten und der Phantasie (Träume, Furcht und Phobien), Introjektionsphänomene (Frage danach, was in den einzelnen Körperteilen enthalten sei), Projektionsphänomene (zum Beispiel Hexenfurcht). Ferner soll versucht werden, die Dynamik des Phantasielebens zu ergründen durch Methoden wie: drei Wünsche ausdenken, Frage, welche Person das Kind auf eine verlassene Insel mitnehmen würde, ausgedachte Geschichten.
Oft sprechen die Kinder am besten über ihre Schwierigkeiten, wenn sie glauben, daß es sich um andere Kinder handelt. Alles, was das Kind äußert, kann eine Schwierigkeit andeuten und sollte daher durch genauere Fragen ergründet werden. Oft regt die bloße Wiederholung des letzten Satzes das Kind zum Weitersprechen an. Der beste Weg pendelt zwischen einer geleiteten Unterhaltung und freien Assoziationen hin und her. Untersuchungen nach diesen Richtlinien könne auch der nichtgeschulte Kinderarzt durchführen, um Probleme, Ängste und ihre Ursachen beim Kind zu ergründen.