You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Eine sehr interessante Arbeit, die das Problem von gewissen Kindererkrankungen, besonders Verdauungsstörungen (Ernährungsschwierigkeiten, dauerndes Erbrechen, Appetitlosigkeit, Nabelkoliken, Durchfälle, z. Teil von subfebrilen Temperaturen begleitet) von Seiten der mütterlichen Fehlhaltungen her erklärt. Verfasserin hat 24 derartige Fälle untersucht, von denen sie drei in der Arbeit darstellt. Ais gemeinsame Züge dieser Fälle greift sie heraus:
Ein ungelöster Kindheitskonflikt der Mutter wird übertragen und mit dem Kind zusammen ausgetragen. Das Kind kann dabei ein unbewußt gehaßtes Geschwister- oder Elternteil der Mutter darstellen.
Projektion einer Seite der Mutter auf das Kind.
Ein Zwang zur Kontrolle über das Kind, die so stark ist, daß in manchen Fällen das Kind als ein Teil des eigenen Körpers der Mutter betrachtet wird (Apersonalisation, Realitätsverlust dem Kind gegenüber). Diese Fehlhaltung der Mutter kann unter Umständen ein Kind der Familie betreffen, während ihr Verhalten den übrigen Kindern gegenüber normal ist. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn sich die Reaktionen der Mutter an einem krankwerdenden Kind verwirklichen können. Nur die Psychoanalyse der Mutter kann die Ursache der Störung ergründen.
Einige der Mütter verhalten sich so, als ob sie den Geburtsakt (die Trennung) vom Kind im Unbewußten nicht als Tatsache akzeptiert hätten. Sie dulden kein auflehnendes Verhalten des Kindes, sondern unterdrücken es oft mit großer Grausamkeit. Die Lösung des mütterlichen Konfliktes wird vom Kind im Somatischen vollzogen. Die Mutter, von der das Kind sichgefühlsmäßig nicht lösen kann, wird im somatischen Symptom aufgegeben, während in der Realität die Abhängigkeit von der Mutter durch die Krankheit überbetont wird. Das Kind erzielt neben dem sekundären Krankheitsgewinn die Befriedigung, ein tiefes Schuldgefühl in der Mutter hervorzurufen.
Die Art der mütterlichen Neurosen ist demnach entscheidend für die Reaktion des Kindes, die in der gegenseitigen Abhängigke