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Eine kritische Arbeit über Stand, Entwicklung und Schwierigkeiten der psychotherapeutischen Betreuung in amerikanischen Gefängnissen. Daß überhaupt eine Betreuung dieser Art für die Gefangenen vorhanden ist, könnte eine Reform des Strafvollzugs bedeuten. Bisher sieht es so aus, als ob dieser Vorgang von der Übermacht der Wachmannschaften einschließlich ihrer bürokratischen Maßnahmen erdrückt würde. Die Kluft zwischen der Arbeit des Psychotherapeuten am Individuum und den Maßstäben der Wachmannschaften ist so groß, ja habe so entgegengesetzte Aspekte, daß ein Kompromiß oder langsame Annäherung unmöglich erscheint. Es verbleiben daher nur Psychotherapeuten in Gefängnissen, die vor der Macht kapitulieren und die dann als Behandlung bezeichnenderweise Schocktherapie und Explorationen unter Amytal durchführen. Sie werden damit selbst zu „autoritären Persönlichkeiten“ (siehe A. H. Maslow, „The Authoritarian Character Structure“, I. Social Psychol. 8/402, 1943), für die die Mitwelt lediglich aus Vorgesetzten, die man zu fürchten hat, oder aus Schwächeren, die man unterdrücken kann, besteht. Es werden einige kennzeichnende Detailschilderungen aus dem Gefängnismilieu mitgeteilt. Angaben zur möglichen Überwindung der Zustände fehlen.