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Die Vorschläge des Verfassers zur Organisation aller an dem Problem der seelisch-geistigen Gesundheit eines Volkes beteiligten Institutionen lassen sich in einem 6-Punkte-Programm zusammenfassen:
1. Der einzelne Bürger muß zu stärkerer Verantwortung herangezogen werden. Es ist deshalb notwendig, durch eine sorgfältig geplante Erziehung und Aufklärung des Volkes das Gefühl des Mitbeteiligtseins bei der Lösung dieses Problems zu wecken. 2. Die Auseinandersetzung mit den einengenden Mächten der Tradition. Eine Reihe von Berufen und Einrichtungen spielen in das Mental-Health-Problem hinein, zum Beispiel Fragen des Wohnungsbaues, die Erziehung, die Ausrichtung der Medizin, die Krankenpflege, die Gesetzgebung und die Sozialfürsorge. Diese Institutionen müssen dazu gebracht werden, ihre Verantwortung an dieser Aufgabe zu sehen und zu übernehmen. 3. Unterschiede des Lebensstandards unter verschiedenen Bevölkerungsgruppen sind zu beachten und zu beheben, ein Punkt, der vor allem für die Behandlung des Problems auf überstaatlicher Ebene außerordentlich wichtig ist. 4. Da eine Massenhilfe, wie sie eine Klinik immer nur bieten kann, erfahrungsgemäß nie so wirksam sein kann wie eine individualisierte Zuwendung, ist vor allem die Familienfürsorge stärker zu betonen. 5. Die Öffentlichkeit steht den „geistig Kranken“ mit einer Art Mystizismus gegenüber. Hier kann nur durch eine wirksame Belehrung und Erziehung etwas geändert werden. 6. Erweiterung der wissenschaftlichen Erkenntnisse auf diesem Gebiet durch Einrichtung von Forschungsstätten durch staatliche Initiative.