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Es liegt mir nun noch ob, die „reine Spieltherapie“ ein Stück weit genauer zu verdeutlichen, sie mit dem typisch infantilen Denken in Beziehung zu setzen und damit ihre Heilwirkung theoretisch-psychologisch zu begründen. Der Akzent ist auf das Nichtdeuten unbewußter Vorgänge gesetzt, und nicht eigentlich auf das Spielen, obwohl diesem als Arbeitsmethode die Hauptrolle zukommt. Daß wir eine Menge verschiedenartigen Spielzeugs nötig haben, führte ich bereits an. Nebenbei sei erwähnt, daß wir unter Umständen auch die praktische Arbeit als Heilfaktor zunutze ziehen. Und daß wir manchmal überhaupt kein Spielzeug brauchen, wurde aus der Behandlung des Mädchens mit der Hundephobie ersichtlich, worauf ich kurz zurückkommen möchte: die Phobie wurde im „Spiel“ der Erwachsenen mit dem Kinde dramatisiert, dramatisch verarbeitet. Die Eltern übernahmen die Rolle des Phobie-Tieres, bellten; knurrten, bissen — halb als Aggressoren, halb als Beschützer des Kindes, das durch Speise-Opfer (pars pro toto) die „Hunde“ besänftigte. Besitz, „Be-sitz“ heißt = Teil des Analen, bedeutet für das Kind „sich selbst“. Opfer des Besitzes ist, pars pro toto, Selbstopferung zum Zwecke der Aufrechterhaltung der eigenen Existenz. Während einer zweiten Spielphase gab das Kind die Opfergaben dem Vater, damit dieser sie dem Nachbarhunde bringe, wobei es zusah, feststellen konnte, daß sich dabei der Hund freundschaftlich verhielt. Dann wagte das Mädchen schließlich, dem Hunde die Gaben selber zu reichen und sich so des Tieres Freundschaft zu erkaufen. Der Hund wurde zum Spielkameraden, und nun folgte eine weitere Phase des Spieles: die Kleine identifizierte sich mit dem Phobie-Tier, sie spielte den Eltern gegenüber den „Hund“, knurrte, bellte, biß. Jetzt war sie so weit, daß sie einen eigenen Hund zu besitzen wünschte. Man schaffte ihr einen an. Da er seine kleine Herrin auf Schritt und Tritt begleitete und als Beschützer aufgefaßt wurde, konnte das Mädchen auch seine Nebenphobien allmählich überwinden: