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Nach Eröffnung der Tagung durch den Präsidenten, E. Kretschmer, gaben die Begrüßungsansprachen der Regierungsvertreter, Minister Schenkel und Ulrich, über ihren offiziellen Charakter hinaus einen Eindruck, welche Bedeutung der Entwicklung der Psychiatrie zuzumessen ist, die heute durch ihre psychopathologischen Erkenntnisse befruchtend auf die Pädagogik und damit unmittelbar prophylaktisch wirksam sein könne.
Über das Leitthema Narko-Analyse sprachen als Hauptreferenten Mauz, E. B. Strauss, Teirich und Kühnel. In seinem Referat „Die Bedeutung der Narkoanalyse für die mehrdimensionale Diagnostik und Psychotherapie der Psychosen und Neurosen“ sprach Mauz zunächst über die heutige Situation in der Psychiatrie und über ihre Entwicklung in den letzten Jahrzehnten. Erst von dieser Überschau her und aus ihr begründet Mauz seine narkoanalytische Behandlung von etwa 500 Psychosekranken, die er vorwiegend mit Narkonumal behandelte. In der Alternative der Auffassungen: Endogener körperlicher Prozeß oder verstehbares Geschehen im biographischen Zusammenhang liege zwar das Schwergewicht heute mehr in der Annahme, bei den Psychosen handele es sich um körperlich verursachte Krankheiten. Aber Mauz fragt, ob unser geringes Wissen über die Körperlichkeit der Psychose ein Recht gebe, die ganze Vorgeschichte in der Endogenität untergehen zu lassen, und betont mit dieser Frage, daß es nicht der Sinn der psychiatrischen Forschung sein könne, in dem geringen Wissen über eine körperliche Verursachung der Psychosen bereits eine gültige Antwort zu sehen und eine andere Fragestellung zu verdammen. Es scheint eine Angst zu bestehen, endogene Psychosen analytisch zu betrachten. Es wird an eine Auffassung Bleulers erinnert, nach der die Psychose Ausdruck eines mißglückten Versuches sein könne, aus einer unerträglichen Situation herauszukommen. Die Anwendung der Narkoanalyse bei Psychosekranken geschieht also bei Mauz nicht aus pragmatischen Erwägungen, sondern stellt einen durch seine Ausführunge