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Obwohl ich durchaus den Standpunkt teile, daß das Problem der „Werte“ ein sowohl berechtigtes wie mögliches Thema wissenschaftlicher Forschung ist, erscheint mir doch eine Diskussion dieses Themas als ebenso veraltet wie etwa ein Streitgespräch darüber, ob Maschinen schwerer als Luft sich dem Gesetz der Schwerkraft zuwider erheben und fliegen können. Beide Fragen sind durch ihre Ausführbarkeit bereits gelöst. Jener Bereich menschlichen Verhaltens, der sich auf Werte bezieht (Bewertung, Bevorzugung, Wahl), wurde und wird noch mit Erfolg durch Methoden naturwissenschaftlicher Beobachtung und rationaler Überlegungen erforscht. Die Dichotomie zwischen „Tatsachen und Werten“ ist eine Pseudo-Unterscheidung, und das Problem, ob Werte zu einem Bereich gehören, der wissenschaftlichen Methoden unzugänglich ist, ist ein Pseudo-Problem. Ich habe somit der gelehrten Abhandlung Dr. Geigers kaum etwas hinzuzufügen und kann höchstens den Leser auf die diesbezügliche Literatur hinweisen.
Um unser Problem zu umreißen, soll zunächst die Bedeutung der Begriffe „Wert“ und „Bewertung“ definiert werden. Wir können sehr wohl Professor