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Als ich von Luischen und seinem „Talismann“ sprach, habe ich etwas verschwiegen, das mitzuteilen ich nun nachholen möchte, weil es mir in bezug auf die Kinderpsychotherapie grundsätzlich wichtig erscheint.
Es handelt sich um ein zweites Gespräch mit Frau Müller. Dieses fand statt, nachdem alles andere, Luischen betreffend, eingerichtet und auf guten Wegen war.
Man stelle sich die Frau noch einmal vor, wie ich sie zu Beginn des letzten Kapitels geschildert habe, und erinnere sich ihres Verhältnisses zu ihrem ehemaligen Gatten. Und dann überblicke man die ganze Geschichte um Luischens Naschzwang.
Jetzt wird man mir sagen: „Die Mutter Müller hat durch ihr Verhalten das Kind neurotisch gemacht. Erstens ist die gute Frau Müller keine sehr mütterliche Person. Sie ist auch nicht eigentlich das, was man ‚fraulich‘ nennt. Zum größten Teil ist die Ehe an ihr, weniger an ihrem Manne gescheitert. Wir streiten Frau Müller nicht ab, sie sei eine tüchtige Haus- und Geschäftsfrau. Ihren Worten entnehmen wir, daß es ihr Spezereiladen ist, der sie hauptsächlich interessiert und ihre Gedankenwelt auf Kosten ihrer Gemütswelt gefangen nimmt. Sie lehnt Zärtlichkeiten als ‚kindisch‘ und unter ihrer Würde ab und möchte einen ihr nahen Menschen haben, mit dem sie über ihre geschäftlichen Angelegenheiten und Sorgen sprechen kann. Frau Müller sagt klipp und klar aus, sie fasse die Ehe nicht als ein Vergnügen, vielmehr als eine Aufgabe auf. Der Spezereiladen ist ihre Ehe. Er ist aber auch das Organ, woran sie ihre infantil-prägenital gebliebene Sexualität befriedigt. Ihm, als einem Ersatz, wendet sie ihre Gefühle zu, auch ihre Interessen. Wir greifen wohl kaum daneben, wenn wir formulieren, Frau Müller sei ‚stark männlichen‘ Wesens. Ihr Gatte jedoch suchte in ihr offenbar etwas anderes, und sie hat ihn enttäuscht. Ohne es bewußt zu beabsichtigen, hat sie ihn zur Aufnahme von Beziehungen zu einem weiblicheren Liebesobjekt gezwungen. Die Hauptschuld am Zerbrechen der Ehe, welches dann die Fehlentwi