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Die Indikation und die Technik der Kinderanalyse und die psychotherapeutischen Methoden, die von ihr ausgehen, scheinen noch nicht dauerhaft begründet. Wir halten eine Untersuchung der Gegenübertragung in der analytischen Kinderbehandlung für geeignet, diese Probleme bis zu einem gewissen Grad zu erhellen.
Bevor wir jedoch an diese Untersuchung herantreten, scheint es uns notwendig, genau zu bestimmen, wie die Beschaffenheit und die Bedingungen der Übertragung beim Kinde sind. Natürlich kann die Übertragung, im strengen Wortsinn, beim Erwachsenen und beim Kind nicht miteinander verglichen werden. Bei der Behandlung von Erwachsenen besteht das wesentliche dynamische Element in der Entwicklung und Erhellung der Übertragungsneurose, in der der Patient die Gesamtheit seines infantilen Lebens auf seinen Analytiker überträgt, wobei er es noch durch seine Widerstände und die sich darin ausdrückenden Abwehrmechanismen verändert und verstümmelt. Dieser strenge Gebrauch des Begriffes Übertragung hat sich möglicherweise schon etwas gewandelt. Für einige ist der Automatisinus der Wiederholung kein Prinzip allgemeingültiger Art, und die Übertragung ist nur das Wiederaufleben der wesentlichen dynamischen Elemente, die zur Entwicklung der Persönlichkeit und seiner charakterlichen Abwehrmechanismen geführt haben. Für andere Autoren ist Übertragung die Gesamtheit der Beziehungen, die den Analytiker und seinen Patienten im Laufe der Behandlung verbinden. Diese Mehrdeutigkeit des Begriffes Übertragung erklärt die Diskussionen über die Frage der Übertragung bei der Kinderanalyse und macht die Untersuchung der Gegenübertragung noch dringender.
Anna Freud hat sehr betont, daß das Kind, da es noch in Konflikten lebt und weit davon entfernt ist, sie zu ignorieren, nicht seine ganze Neurose auf den Analytiker übertragen kann. Melanie Klein hat in all ihren Arbeiten über die Kinderanalyse gezeigt, daß eine im Laufe der Behandlung aufsteigende und als ihr wesentlicher Motor wirkende sehr heftig