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Im folgenden, wird der Verlauf der Therapie eines 4¾ Jahre alten Mädchens beschrieben, das an einer neurotischen Störung litt, die mit Stottern einherging und durch eine Spieltherapie behoben werden konnte, die vornehmlich mit dem Scenotestmaterial durchgeführt wurde. Bemerkenswert war bei dieser Spielanalyse, daß das Kind im Laufe der Behandlung „im Spiel“ von sich aus Ansätze machte, die einzelnen kindlichen Entwicklungsphasen noch einmal durchzuerleben. Durch dieses spontane neuerliche Erleben im Spiel war therapeutisch die Möglichkeit gegeben, das Kind diese Entwicklungsphasen — seinen jetzigen Bedürfnissen entsprechend — so erleben zu lassen, daß gleichzeitig im Rahmen dieses Spielerlebens eine Überwindung der seinerzeit in den einzelnen Entwicklungsabschnitten erworbenen Hemmung erzielt werden konnte. Die Behandlung wurde von mir mit Hilfe des Scenotests1) eingeleitet und lief auch an Hand dieses speziellen Spielmaterials ab, wobei im Rahmen der Behandlung außerdem stets den Patienten die Möglichkeit gegeben wurde, auch anderes Spielmaterial sowie das Mobiliar und den ganzen Behandlungsraum selbst mit in die Spielgestaltung einzubeziehen.
Während dieses Behandlungsabiaufes wurden bewußt Gesichtspunkte im Auge behalten, die sich in der früheren psychoanalytischen Gruppe im Jahre 1944 bei der Diskussion einer Reihe von Stottererfällen über die Struktur dieser Sprachhemmungen ergeben hatten2).
Das Symptom des Stotterns deutet auf gehemmte Oralität hin, so daß ihre adäquate Entfaltung im Laufe der Behandlung eine Brücke zur Heilung bieten kann. Insbesondere ist bei den Stotterern, die wahrscheinlich Hypermotoriker sind, auch die Motorik verdrängt, so daß die verdrängten expansiven motorischen Tendenzen im Sprachapparat aufgefangen werden können und sich im Symptom darstellen.
In dem Explosiven des Symptoms und im Herausstoßen und Zerhacken der Worte kommen die dauernd gehegten aber verdrängten Aggressionen heraus, die beim Stotterer in Art von affektiven Erregungsber