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Die Arbeit wendet sich an ein breiteres Publikum: den interessierten Laien, den Arzt, Psychologen und Pädagogen. In 17 Kapiteln wird ein gründlich durchgearbeitetes und umfassendes Material zur psychoanalytischen Auffassung u. Verwertung des Traumes in Theorie und Praxis geboten. Autor behandelt den Traum nicht als isoliertes psychisches Gebilde, sondern ordnet ihn in den Funktionszusammenhang der Gesamtpersönlichkeit ein, zu deren Beschreibung er sich der Termini der Freudschen Psychoanalyse bedient. Um deutlich zu machen, daß das Traumgeschehen nicht zu verstehen ist ohne den lebensgeschichtlichen Hintergrund des Träumers und welche Rolle die Trauminterpretation in der psychoanalytischen Behandlung spielt, gibt Autor als Beispiel eine ausführliche Krankengeschichte samt Darstellung der Neurosenstruktur und des Behandlungsverlaufs. Erst dann geht er zur Erörterung der speziellen Traumproblematik über an Hand eines Materials von insgesamt 349 Träumen, das aus der Arbeit des Psychoanalytischen Institutes in Buenos Aires stammt. Zur Illustrierung der psychoanalytischen Trauminterpretation zieht Autor ständig Beispiele heran aus der darstellenden Kunst, der Dichtkunst, der Folklore, aus dem Sprachgut, dem Witz und der Reklame des Abendlandes wie der Neuen Welt.
Auch der mit der Materie vertraute Psychoanalytiker wird aus dem Studium des Buches Gewinn ziehen. Autor steht zwar auf dem Boden der Freudschen Auffassung des Traumes, nimmt aber in den beiden Kapiteln „Die traumatische Situation“ und die „Genese der Realitätsprüfung“ kritisch dazu Stellung. Im ersteren variiert und erweitert er die Freudsche These von dem wunscherfüllenden Charakter des Traumes, deren absolute Gültigkeit Freud selbst später eingeschränkt hat, indem er sagte, der Traum sei der Versuch einer Wunscherfüllung. Autor untersucht, wieso dem Traum die Wunscherfüllung nicht besser gelingt, an den Träumen der traumatischen Neurose mit ihrer monotonen Wiederholung des Schockerlebens und den Träumen, die e