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Verfasser gibt in der vorliegenden kleinen Schrift in gewandter und flüssiger Form einen Überblick über die Entwicklung der Psychotherapie von der Zeit des Mesmerismus bis zur Gegenwart. Er schildert die zunächst tastenden Versuche auf dem Gebiet der Hypnose, Wach- und Autosuggestion, beschäftigt sich mit den Methoden der Persuasion und Willenserziehung und leitet dann über zu einer kurzen Besprechung der Psychokatharsis und Tiefenpsychologie. Die für den Nichtfachmann gedachte Einführung ist didaktisch geschickt angelegt. In einem letzten Abschnitt wird die Stellung der Psychotherapie in der heutigen Zeit erörtert, und hier wird der eigentliche Standort der kleinen Schrift deutlich. Mette führt hierbei besonders gesellschaftswissenschaftliche Überlegungen an und meint „daß die zunehmende Bedeutung der Neurosen und ihrer Therapie im modernen Kulturleben Ausdruck einer allgemeineren Krise ist, die sich aus den ökonomischen Veränderungen im Laufe der beiden letzten Jahrhunderte und ihren Rückwirkungen auf die Eigentumsverhältnisse und deren ideologischen Überbau erklärt“. Er empfiehlt die Anwendung der historischmaterialistischen Betrachtungsweise im Forschungsbereich der Tie fenpsychologie und verspricht sich von hier aus besonders fruchtbare Perspektiven.