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In der 2. Auflage der Monographie „Der Sceno-Test“ hat die Verfasserin die Anwendung ihrer Testmethode wesentlich erweitert.
Während der Sceno-Test bisher in der Diagnostik, Forschung und in der tiefenpsychologischen Therapie zur Erfassung unbewußter Konfliktlagen und charakterologischen Verhaltensweisen auf Grund analytischer Erkenntnisse seine Anwendung fand, zeigt die Verfasserin in dieser Auflage an vielfachen Beispielen, daß er auch geeignet ist, unbewußte Affekte zu mobilisieren, verschüttete mitmenschliche Beziehungen behutsam anzubahnen und die Absperrung der Gefühlswelt aufzulockern. Die Affekte leben sich im Rahmen einer Miniaturwelt aus, in der die häusliche Umwelt, Beziehungspersonen und Umgebung durch das Testmaterial dargestellt werden können. Das Spiel mit den beweglichen, biegsamen und daher stark ausdrucksfähigen Puppenfiguren ermöglicht dem Kind und dem Erwachsenen eine Distanzierung vom eigenen Erleben. In Form des Spieles ist eine affektive Auseinandersetzung besonders bei stark kontaktgestörten Patienten leichter möglich. Im realen Leben werden bei gehemmten Menschen die Aggressionen nicht einmal in der Phantasie gewagt.
Auch für die Gruppentherapie hat die Anwendung des Testes sich als wesentlich abkürzendes Verfahren erwiesen. Die Verfasserin berichtet ferner sehr eingehend über Erfahrungen, die sie mit ihrem Test in Kombination mit Hypnose und autogenem Training gemacht hat. Außerdem zeigt sie, daß durch die Einschaltung eines gezielten Sceno-Testes Unbewußtes schneller verarbeitet