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Es handelt sich um eine Sammlung von sechs Reden und Aufsätzen (Macht und Grenzen des Einflusses der Erziehung auf die Zukunft — Fünf Jugendgenerationen, 1900 bis 1949 — Innere Schulreform — Die Volksschule in unserer Zeit — Die Fruchtbarkeit des Elementaren — Grundstile der Erziehung), von denen 3 aus Zeitschriftenpublikationen bereits bekannt sind. Nun runden sie sich zum schönen Ganzen und dokumentieren jene saubere ethische Gesinnung des Autors, die schon in seinen früheren Aufsatz-Sammlungen und in der „Psychologie des Jugendalters“ den Leser erfreuen.
Besonders bemerkenswert ist der bislang unveröffentlichte Beitrag „Fünf Jugendgenerationen, 1900 bis 1949“, wo sich der Autor kritisch mit der deutschen Erziehung auseinandersetzt und wünscht, sie möge in der Zukunft die deutsche Jugend nicht ein drittesmal dem Blutopfer des Krieges entgegenführen. Daß die letzten Endes staatlich gelenkte Erziehung, statt zu „führen“, auch „verführen“ und zum sinnlosen Abgrund hinlenken kann, war ja auch Meng klar, der anläßlich des letzten Kriegsendes sagte: „Wir haben jetzt 20 entscheidende Jahre Zeit, um endlich eine Generation zu erziehen, die den Greuel des Krieges nicht mehr will!“ und beide, Meng wie Spranger, meinen, es sei an der Zeit, den Erziehern ins Gewissen zu reden, damit sie sich umstellen und die Zeit nutzen. — Ebenso beachtens- und beherzigenswert ist die letzte Abhandlung des Buches, wo Spranger die Grundstile der Erziehung diskutiert und zum Schlusse kommt: „Diese ganze Lehre von den möglichen Grundstilen der Erziehung (weltnaher und isolierender Stil, freier und gebundener Stil, vorgreifender und entwicklungstreuer Stil) wird den Technikern unter den Pädagogen als eine trostlose Ratlosigkeit erscheinen. Die Existentialisten hingegen werden sie als eine Bestätigung ihres Standpunktes ansehen, daß auf die Entscheidung in der konkreten Situation alles ankommt und daß sie niemals durch allgemeine Regeln im voraus gedeckt sein kann. Aber auch ihnen ist zu sagen, da