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Nach Meinung des Autors von „Ursprung und Gegenwart“ sind im Werden der abendländischen Menschheit deutlich unterscheidbare Bewußtseinsmutationen feststellbar. Eine Analyse der aus diesen Mutationen entstandenen Bewußtseinsebenen ist die Aufgabe, die Gebser sich stellt. Von den jeweiligen Ausdrucksformen — in erster Linie den Kunstwerken und den Sprachen — der verschiedenen, von ihm unterschiedenen Epochen ausgehend, versucht er die verschiedenen Bewußtseinslagen deutlich zu machen.
Er unterscheidet vier Ebenen, von denen jedoch nur drei „Bewußtseins“-ebenen im eigentlichen Sinne sind: die magische, mythische und mentale; die diesen vorausgehende archaische Ebene kennt kein Bewußtsein, sie ist dem Tiefschlaf vergleichbar. Das Anbrechen einer fünften — der integralen — Ebene plausibel zu machen, ist der eigentliche Zweck des Buches.
Die Charakteristika der Ebenen können hier nur angedeutet werden. So ist die archaische Ebene nulldimensional (also nur terminologisch eine „Ebene“); sie ist die Ebene der Identität, der ursprünglichen Ganzheit. Die Seele schläft traumlos, Mensch und All sind ununterschieden. Der archaische Mensch hat kein Gegenüber, denn erst die der Identität verlustig gegangene Welt enthält die Möglichkeit eines Gegenübers und damit des austauschenden Verkehrs (Seite 75).
Die magische ist die — eindimensionale — Ebene der Unität; keimhaft taucht die Notwendigkeit auf, nicht nur in der Welt zu sein, sondern sie auch zu haben. Der magische Mensch versucht bereits die Natur zu meistern. Wohl ist er dem teppichhaft verflochtenen Geschehen eingefügt, doch verleiht er diesem bereits eine bestimmte Richtung. In magischen Zeiten gibt es erstmalig das Ritual, das dem naturhaften Chaos eine geformte und gerichtete Handlung gegenüberstellt; der Bann der Natur wird durch Gegenbann zu brechen versucht. „(Es) deutet sich jene Polarisation der Welt an, die auf der mythischen Ebene dann weltbildend und bewußtseinsbildend erden wird … (Sie) schafft jenes Gegenüber, das de