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Die in den Jahren 1945 bis 1948 in Rom, Locarno, Cagliari, Amsterdam und bei den drei ersten Eranos-Tagungen der Nachkriegszeit in Ascona gehaltenen, insgesamt 9 Vorträge, sind zusammen mit einem in Les belles Lettres, Paris 1948 veröffentlichten Beitrag („Wolf und Ziege am Lupercalienfest“) in dem vorliegenden Buche gesammelt, einem erweiterten Kreis zugänglich gemacht worden. Es wendet sich nicht nur an die Fachleute, an Philologen und Archäologen, sondern an alle, denen es um menschliche Bereicherung geht, nicht oder nicht nur um Reicherwerden an mythologischen Kenntnissen. Um den Menschen in der antiken Religion geht es in allen diesen Arbeiten. Für dieses Hauptthema — in keiner Geschichte der antiken Religion gesehen, von Kerényi in seinem „Prometheus“ eben erst angerührt — möchte der Verfasser von verschiedenen Seiten her das Interesse seiner Leser entzünden. „In den Mitforschern so, daß sie den Menschen in der antiken Religion nicht vergessen, in den übrigen Freunden des Altertums so, daß sie dessen bewußt werden, was sie an der griechischen Mythologie vielleicht unbewußtanzieht.“ Keine philosophische Allegorese, nicht einmal Symboldeutung, „sondern die Bewußtmachung dessen, was als griechische Mythologie einmal da war und in uns Menschen immer noch seine Entsprechung hat“. Einer Rechtfertigung bedarf diese Sammel-Veröffentlichung nicht. Sie ist schon durch des Verfassers vorausgegangene Sammelbände, wie etwa „Apollon“ (1937 und 1942) oder „Die Geburt der Helena“ gerechtfertigt. Gerade die Sammlung „Apollon“ erschloß mit den historischen Quellen zugleich auch die Quellen im Menschen selbst. War dort in der Begegnung der eigenen Existenz mit der Antike ein mehr subjektiver Mittelpunkt gedacht, so ist das im vorliegenden Band im Mittelpunkt stehende Thema ein ganz objektives Problem: Der Mensch in der antiken Religion. Es ist die durchaus objektive Frage danach, was die antike Religion dem Menschen tatsächlich bot, die eine ebenso objektive Antwort erhält: „Si