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Das Buch will ein Studienführer sein, es will „die Hilfsmittel zum Studium der Geschichte der Philosophie bereitstellen“. Es enthält „kurze Angaben darüber, wer die betreffenden Philosophen gewesen sind, was ihr Werk und ihre Bedeutung ist, und nennt dann vor allem die Quellen, die besten Ausgaben und Übersetzungen und die Spezialliteratur, öfters mit kurzen Beurteilungen“ (Seite 23). — Es umfaßt die gesamte abendländische Philosophie. Ein letzter Teil, „Das Studium und die Prüfungen auf dem Gebiet der Philosophie“, ist speziell auf die praktischen Fragen des Studiums gerichtet, wie auch die Einleitung immer wieder die Fragen zu beantworten sucht, die der Student in bezug auf sein Studium (und nicht auf die Sache selbst) zu stellen pflegt.
Die Skizzierungen der philosophischen Lehren sind natürlich absichtlich kurz und summarisch gehalten, eine eigentliche „Darstellung“, wenn auch nur im Extrakt, ist nicht beabsichtigt. Gelegentlich dagegen ist trotz der Kürze in lebendiger persönlicher Weise Stellung genommen. Das ist gefährlich für einen Studienführer. Es ist nicht „falsch“, eine Parallele der Entwicklung zu sehen zwischen der vorsokratischen Naturphilosophie (Anaximander, Parmenides, Heraklit) und den großen Entwürfen der metaphysischen Systeme des 17. Jahrhunderts. Es ist nicht falsch, aber doch sehr unbefriedigend. Es ist auch nicht falsch, daß dann weiterhin eine Parallele besteht zwischen der griechischen Sophistik und der europäischen Aufklärung. Besonders nicht, wenn man des Verfassers Kennzeichen der Aufklärung akzeptiert: daß sie ebenso wie die Sophistik „von Gott und der Welt weg zum Menschen hinführt“. Und es ist dann endlich ebenfalls nicht falsch, daß die Griechen durch Sokrates und Platon vor dem Relativismus (auf den Menschen) bewahrt wurden (durch einen neuen Halt in der Ethik), „ebenso“ wie in der Neuzeit Rousseau, Hume und Kant die „Aufklärung überwanden“. Aber solche Parallelen simplifizieren u. typisieren doch so sehr, daß man in einem ausgespro