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Der Schauplatz, auf dem Veränderungen und Fortschritte innerhalb der psychologischen Medizin und ihrer praktischen Auswirkung, der Psychotherapie, am schnellsten erfolgen, ist wahrscheinlich zur Zeit Amerika. Seit dem Heraufkommen von Reaktion und Unterdrückung in Europa ist die Neigung amerikanischer Wissenschaftler, in Europa Psychoanalyse zu studieren, in ihr Gegenteil verkehrt worden. Mit Hilfe der aus Europa emigrierenden Psychoanalytiker hat sich die Psychotherapie in unserem Lande rapide entwickelt. Die Tradition und Schulung der Analytiker der Alten Welt, vereint mit dem Geiste der Aufgeschlossenheit und einem hervorragenden Sinn für das Praktische, haben dem amerikanischen Schauplatz einé gute Grundlage für einen neuen Start verschafft. Man kann sagen, daß der erste Weltkrieg auf die Existenz der Psychotherapie aufmerksam machte, während der zweite Weltkrieg die Psychotherapie, d. h. ganz speziell gesagt: die psychodynamische Therapie an der Arbeit fand. Es war die Erfahrung des Krieges, die endlich den professionellen Widerstand der Mediziner gegen psychologische Dinge zerbrach. Am Ende mußte der Student der Medizin doch zu vergessen lernen, daß sein erster Patient nur ein Leichnam war, und es war neu und schwierig für ihn, den leidenden Menschen zu entdecken.
Es gibt drei große Gebiete im Bereich der Psychotherapie, über die hier ein kurzer Bericht erstattet werden soll:
Neuere Fortschritte der Psychotherapie auf dem Gebiete der psychosomatischen Medizin,
Neuere Fortschritte in der analytischen Psychotherapie der Psychosen2,
Neuere Fortschritte in der Technik der Psychotherapie3.
Es liegt nicht in der Absicht dieses Berichtes, das gesamte Feld der psychosomatischen Medizin darzustellen. Das ist ausreichend geschehen in solchen hervorragenden Büchern, wie „Emotions and Bodily Changes“ und „Psychosomatic Diagnosis“ von Flanders Dunbar und „Psychosomatic Medicine“ von Eduardo Weiss und Spurgeon English. Nachdem der vorliegende Bericht geschrieben war, erschien ei