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Das Buch besteht aus zwei Teilen. Im ersten findet man die klinischen Vorstellungen einer Anzahl von Kranken, die v. Weizsäcker einer kürzeren oder längeren Exploration unterzieht. Die Patienten leiden an verschiedenen Erkrankungen wie Anginen, Kreislaufstörungen, Leberaffektionen, neurologischen
Symptomen, Organneurosen u. a. Der zweite Teil ist eine Einführung in die medizinische Anthropologie; er ist eingeteilt in eine Einleitung und vier Abschnitte. Die Überschriften der letzteren: Wo, Wann, Was, Warum; Das Pathische; Gestaltkreis und Es-Bildung; Die Solidarität des Todes und die Gegenseitigkeit des Lebens. Die vier genannten Abschnitte teilen sich wiederum auf in 22 Kapitel. Auf die Gefahr hin, mühseliger Aufzählung angeklagt zu werden, möchte Ref. noch die Überschriften einiger Kapitel erwähnen: Die Diagnose oder das Was (3. Kapitel); Der Sinn oder das Warum (4. Kapitel); Stellvertretung, Verborgenheit, Überleitung (5. Kapitel); Naturphilosophische, magisch-dämonische und primitive Deutung (9. Kapitel); Die Verknüpfung des Pathischen mit dem Qntischen (11. Kapitel); Der Weg ins Es (12. Kapitel); Das Fremde und seine Rolle (15. Kapitel); Die Verschmelzung von Leben und Tod (20. Kapitel); Therapie (22. und letztes Kapitel). Eine solche Aufzählung kann ein Licht werfen auf den Umfang der Aufgabe und der Probleme.
Es sieht so aus, als ob der Verf. sich im ersten Teil ganz auf die unmittelbare Beobachtung, auf diagnostische Erwägungen und lebensgeschichtliche Zusammenhänge beschränkte, im zweiten sich Theorien und Abstraktionen zuwände. Das ist nicht so. Überall im Buch begegnet man Fragen, Reflexionen, Spekulationen und Erkenntnissen. Man ist auf einer rastlosen Wanderung. Im zweiten Teil kommt Weizsäcker zurück zu den klinischen Fällen, die im ersten beschrieben wurden, im Versuch zu erweitern, zu vertiefen und zu enträtseln. Ref. glaubt, daß der Ausdruck: rastlose Wanderung aus dem Gesamteindruck, den die Lektüre des Buches auf ihn machte, stammt. Als ob es kein