You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Dieses vielseitige und wohlinformierte Buch ist in einer so lebendigen und originellen Sprache geschrieben, die, wenn die. Absicht einer Übersetzung in andere Sprachen bestünde, kaum ohne Verlust vieler charakteristischer Eigentümlichkeiten übertragen werden könnte, was letzten Endes einem Verlust an Substanz gleichkäme. Selbst der Verf. nennt seine Sprache an einer Stelle „langage de notre fiction metaphysique“.
Ausführlich wird die finalistische Aktivität, insbesondere in ihrem Bezug zum organischen Leben und zum Nervensystem dargestellt. Es wird auch Stellung genommen zu den antifinalistischen Einreden. Sehr häufig weist der Verf. auf seine bekannte frühere Arbeit, die 1946 erschienene „Eléments de psycho-biologie“ hin. Diese Arbeit wird noch einmal eingehend resümiert. Das ganze Buch mündet in der Theologie der Finalität: Die metaphysische Fiktion hält einige der solidesten Schlußfolgerungen der zeitgenössischen Wissenschaft auf. Sie hat aber den Vorzug, wie der Zeitraffer im Kino, die fundamentalsten Richtungen und Bewegungen zu enthüllen. Es gibt nicht nur ein universelles Reich der Finalität — sondern ein universelles „Reich“ in einem Doppelsinne: 1. Alle Wesenheiten des Universums sind Mittel finalistischer Aktion. Sie haben nicht eine „fertige“ Natur, sie bringen ihre Natur gemäß eines wieder abänderbaren Musterbildes selbst hervor. 2. Die allgemeine Anordnung des Universums ist so berechnet, daß die individuellen Mittelpunkte der Finalität harmonisch handeln, ohne es zu wissen, noch es zu wollen. Gott lenkt die Wesenheiten, ohne sie zu zwingen, wie ein Hirte, der sich verborgen hält. Die Wesenheiten sind nicht absolut frei. Sie bewegen sich in einem strukturierten axiologischen Raum. Die Gesetze der Physik und die moralischen Gesetze scheinen sich nur zu widersprechen in der Scheinperspektive einer mechanistischen und deterministischen Wissenschaft.
Es gibt drei Arten von Gesetzen, entsprechend den Arten von Aktivität: 1. Die Gesetze der Mikrophysik, 2. die