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Diese acht Studien eines wohlunterrichteten und feinsinnigen Phänomenologen aus dem Husserl-Kreis wenden sich an den echten Denkbeflissenen, der scheinbar Bekanntes (in Wahrheit oft leichtfertig Nachgesprochenes) klären und begreifen will. Der populärdenkerische Horizont unseres Jahrzehnts ist zur Zeit durch die verschiedenen religiösen und nichtreligiösen Richtungen des Sich-Beschäftigens mit dem, was Kierkegaard einst unter „Existenz“ verstand, umschlossen. Heidegger und Jaspers (unter anderen) lenken den Blick auf die sogenannten „Seinsgrundlagen“. Heidegger schrieb den ersten Band einer „Fundamentalontologie“, ein Bemühen, von dem er mittlerweile abgelassen hat, um sich den philologischen Quellen des unontologischen Seinserlebnisses der Vorsokratiker, einer Frühphase des Abendlandes also, zuzuwenden. Die Phänomenologie wurde verdrängt, obwohl sie zu den Begründern der „Existenzphilosophie“ gehört und einen komplexeren Ansatz hat als diese. Denn Anthropologie und Erkenntnistheorie wurden von Husserl nicht getrennt, wie es momentan nur zu häufig geschieht, als seien Erkenntnisdrang und -ideal nicht die hervorstechenden Wesensseiten des Abendländers; die Desintegrität des heutigen Menschen, seine Zerrissenheit zwischen Forscherdrang und Besinnung, spiegelt das auf philosophischen Kongressen erfahrbare Auseinandergehen von Philosophie und Naturwissenschaften. Doch keine Daseinsgrundlagenbesinnung ohne Klärung der Erkenntnisfunktion und kein Erkennen ohne Innewerden des Seinsgrundes, auf dem Erkennen aufruht.
Das Verdienst von Landmanns Buch „Erkenntnis und Erlebnis“ ist das geduldige, schrittweise Herausarbeiten ebendieser anthropologischen Akzentuierung der Erkenntnisfunktion. Erkenntnis im phänomenologischen (und sokratischen) Sinn ist zunächst und vor allem genaue Deskription eines „Maximums an Gegebenheit“ (Nicolai Hartmann), Husserls berühmte „Wendung“ vom Psychologismus