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In der Reihe „Bücher des Werdenden“ bringen Federn und Meng eine Anzahl Aufsätze von sechs Autoren. Nach einer Einführung, in der uns Heinrich Meng von Sinn und Ziel des Buches berichtet und uns dabei die Autoren vorstellt, führt uns die Lektüre in alle Phasen der Kindheit.
Hans Zulliger erörtert Probleme des Schuleintrittes und der ersten Schuljahre. Er legt das Gewicht auf die Fähigkeit des Lehrers, eine echte Gemeinschaft zu bilden. Als Voraussetzung für die Gemeinschaftsbildung hebt er die Haltung des Lehrers hervor, der ganz im Interesse des Kindes ein Führer sein soll. Autorität mit Machtmitteln, deren sich der Lehrer leicht bedienen kann, betrachtet Zulliger als verhängnisvoll, weil die Beziehung Kind—Lehrer durch Angst aufs schwerste gestört wird. Er zitiert Meng: „Angst macht dumm“, und bringt einige seiner vortrefflichen Beispiele. Ebenso einleuchtend zeigt der Autor, wie sehr sich ein in seinen Gefühlen unkontrollierter Lehrer zu seinem eigenen und dem Schaden des Kindes täuschen kann. — Zulligers zweiter Aufsatz: „Schund-Phantasie und Angstbewältigung“ befaßt sich mit dem Pubertätsalter. In seiner unübertrefflich plastischen Art bringt Zulliger Beispiele von Halbwüchsigen, zeigt die tiefenpsychologischen Zusammenhänge und weist Wege der pädagogischen Behandlung. „Wer nur mit Gewalt regiert, regiert nie lange. Denn alle Gewalt ist böse, und die Weltgeschichte lehrt, daß immer nur das Gute, die Liebe siegt“.