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Wie der Verfasser einführend betont, kann man bei den sogenannten Geisteskrankheiten und den seelischen Störungen die Diagnose nicht durch objektive Untersuchungen wie bei inneren Erkrankungen stellen, sondern ist auf die Beobachtung und Klassifizierung des Verhaltens der Personen angewiesen. Man spricht von Geisteskrankheiten, wenn das Verhalten in einem Gegensatz zu den Gegebenheiten der Zeit, des Ortes und der Kultur steht, wobei der Gefahr subjektiver Deutungen natürlich Raum gegeben ist. Die Psychiatrie muß eine wirklich wissenschaftliche Disziplin werden, die sachliche Methodik und eine dynamische Auffassung vom Menschen vereint. Die unten angeführten psychodynamischen Prinzipien des Verfassers sind das Ergebnis von Versuchen, die er als Psychiater der North-Western Universität in den USA machte. Die Tierversuche sind so geschickt angelegt, daß es lohnend ist, auf sie einzugehen. Der Verfasser setzt sich zunächst mit den Einwänden gegen die vergleichende Betrachtung von Tier und Mensch auseinander und kommt dabei zu dem Schluß, daß die Vorteile des Tierexperimentes (vereinfachte, genau bekannte und daher übersehbare Bedingungen) nicht aufgegeben zu werden brauchen und als Modell des zugegebenermaßen viel komplizierteren, menschlichen Verhaltens dienen können. Die Versuchsanordnung: Katzen und auch Affen werden einen Tag ohne Nahrung gehalten und kommen dann in einen Versuchskäfig. In einer Ecke ist hier eine Schaltvorrichtung in Form eines Stempels angebracht. Wird der Stempel betätigt, so leuchtet ein Licht auf und gleichzeitig klappt in der anderen Ecke des Käfigs ein Kasten auf, der Nahrung enthält. Nach einiger Zeit beherrschen die Tiere diese Kombination. Jetzt kann man durch Änderung der eingespielten Anordnung die Verhaltensweisen charakteristisch „neurotisch“ und „psychotisch“ werden lassen. Wenn man den Strom und die Nahrungsauswerfung bei einem so eingespielten Tier ausschaltet, betätigt es den Stempel weiter, drückt dann aber auch auf alle Gegenstän