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Alkoholismus wird nicht als selbständige Krankheitseinheit angesehen, sondern eher als Symptom eines Leidens. Man kann ihn auch beschreiben als die Gewohnheit unkontrollierten Trinkens, wobei Gewohnheit als ein bedingter Reflex und insofern als zugleich körperlich und seelisch aufgefaßt wird. „Der Vorgang der Gewöhnungsentstehung, ebenso wie das Entspannungsbedürfnis der Gewohnheit selbst, spielt sich in der biologischen Ebene ab und kann in ‚behavioristischen‘ Eingriffen dargestellt werden.“ Er unterliegt daneben aber der Einwirkung höherer geistiger Ebenen. „Höhere Motivierungen können eine Gewohnheit formen und durchbrechen. Es scheint, daß in der Regel die Kraft der höheren Regulation stark genug ist, um die Wiederholung abzustellen, aber meist nicht, um der funktionellen Autonomie des Gewohnheitsbedürfnisses