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Verfasser unternimmt es, die Frage der psychosomatischen Organ-Spezifität der Lungentuberkulose zu untersuchen, wobei er einmal sich auf die Untersuchungen von Melzer, Racamier, Westermann und Wittkower bezieht und sich zum anderen auf eigene Beobachtungen stützt, die nicht aus systematischer Nachforschung kommen, sondern als Kranker unter Kranken und dann als Arzt in diesem Fach gemacht wurden. Die Frage der Spezifität des Konflikts als spezifische emotionelle, psychodynamische Konstellation, wie sie Alexander etwa am Magenkranken beschrieben hat und Racamier (s. Referat PSYCHE, 5. Jahrgang 12/1952) sie allgemeiner für die Tuberkulose statistisch zu erfassen suchte, wird dahin beantwortet, daß eine solche Spezifität nicht anzunehmen sei, da bei einer großen Zahl gesunder Personen ähnliche affektive Frustrationen zu beobachten seien oder gleiche Schädigungen zu ganz anderen Erkrankungen führen. Es wird die Annahme eines Konstitutions- und Persönlichkeitstyps, der zu Tuberkulose inkliniere (habitus asthenicus, leptosomer Typ, schizoide Persönlichkeit usw.), ebenso abgelehnt wie die von Melzer beschriebene und am Rorschach entwickelte Beobachtung der spezifisch sekundären Persönlichkeitsveränderung als Folge der Tuberkulose als Krankheit, der Hospitalisation usw. Die angeblich spezifische tuberkulöse Euphorie der Kranken sei bei vielen schweren Erkrankungen ebenfalls zu beobachten und als eine Art seelischer Selbstverteidigung vor den ängsten und Nöten, die die Krankheit mit sich bringt, aufzufassen. Verfasser selbst hat die Vorstellung, daß „bestimmte grundsätzliche Erfahrungen, wie die Frustration